Raum Villingen (2019) DE

Privathaushalt im Raum Villingen (13.04.2019)

Erst seit Februar diesen Jahres erlebte unsere Klientin Sarah in ihrer Mietwohnung, die sie seit 1 ½ Jahren bewohnte, Unerklärliches. Da sie die Vorfälle sehr beunruhigten nahm sie zeitnah Kontakt zu einem Team in Bayern auf, das sie wiederum an uns verwies. Der Bitte, ein Spuktagebuch zu führen, kam die Klientin gewissenhaft nach. Folgendes hat sie festgehalten (Ergänzungen in Klammern durch den Berichtersteller):

nbekanntes Datum: Die Fritteuse in der Küche erhitzt sich in der Nacht extrem, obwohl der Stecker gezogen ist.

Klientin und Kind berichten von einem „modrigen“ Gestank, wenn sie die Wohnung nach Verlassen wieder betreten.

25.02.19

23.00 Uhr: 3maliges Klopfen aus der Küche [sehr laut]

05.03.19

12.21 Uhr: Kreuzkette [im Badezimmer]  löst sich von selbst vom Haken, fällt auf den Boden und zerbricht in der Mitte. Die Kette ist verschwunden; die Klientin tat sie in einen Stoffbeutel, um sie uns zu zeigen, dort ist sie nicht mehr auffindbar.

10.03.19

19.30 Uhr: Raumspray [im Badezimmer] auf dem Alibert fällt aus dem Nichts herunter [das Raumspray befand sich nach Angaben der Klientin weit hinten auf dem Alibert]

14.03.19

Fotos mit Blitzlicht im Wohnzimmer weisen schleierartige Anomalie auf [wurde von Micha im Vorfeld als nicht paranormal eingestuft]

17.03.19

Mülleimerdeckel in der Küche geht von alleine auf und zu (Klientin sitzt mit einem Bekannten im Wohnzimmer, beide beobachten dies)

20.03.19

Nachts Bewegungsgeräusche aus dem Wohnzimmer, als würde sich ein Tier im Kreis drehen und/oder jemand in einer Papiertüte herumwühlen

29.03.19

Getränkedose bewegt sich auf einem Tischchen auf dem Balkon, Wiederholung auf Aufforderung, erneut gab es einen Zeugen (einen anderen) [Das betreffende Tischchen weist allerdings eine Neigung auf und die Dose war unten nass oder feucht, aber die Klientin hat mit dem Bekannten getestet, ob die Dose sich bewegen kann, was nicht bestätigt werden konnte]

06./07.04.19

Das dreijährige Kind sieht nachts jemanden am Bett stehen und weckt die Mutter auf, diese beruhigt das Kind, hat aber Angst, die Aussage zu überprüfen; die Tochter stand am anderen Morgen am Bett der Mutter und hat gewartet, bis diese aufwacht.

In derselben Nacht klappt der Wäscheständer im Wohnzimmer zusammen.

Datum nicht bekannt

Zweimal Klopfen auf Holz gehört vom Vater des Kindes, Wiederholung auf Aufforderung.

G.E.T. war vollzählig vor Ort. Die technische Aufstellung setzte sich wie folgt zusammen:

Wohnzimmer: DVR-Cam, Parascope, K2

Küche: Basis DVR, DVR-Cam, REM-Pod 1

Flur: HD-Cam, Audiogerät, K2

Kinderzimmer: Audiogerät

Schlafzimmer: DVR-Cam, REM-Pod 2, Kinect (später Wechsel in die Küche)

Bereits bei der Erstbegehung der kleinen Wohnung war feststellbar, dass im Flur sehr hohe EMF-Werte auftreten, die nicht unmittelbar erklärbar waren. Einen Router/ISDN-Anlage o.ä. gab es nicht. Die Außenwände führen an dieser Stelle ins Treppenhaus. Sonja, Sunny, Peps und Marissa fanden gleich den Bereich zwischen Eltern- und Kinderschlafzimmer bzw. diese Räume selbst interessant. Während des Interviews mit der Klientin hatte Amir das Gefühl, als würde er von einer Präsenz die aus Richtung des Sofas im Wohnzimmer kam, geschubst werden. Peps, die in seiner Nähe auf dem Boden saß, fühlte sich von hinten beobachtet. Im Verlauf des Vorgespräches kam es auch immer wieder zu K2-Ausschlägen auf dem Wohnzimmertisch.

Noch vor offiziellem Beginn der PU wurde, nicht zuletzt nachdem Marissa von einer plötzlichen Hitzeempfindung im Wohnzimmer gesprochen hatte, das Parascope eingeschaltet. Es zeigt sich bereits während des Abendessens ein Verhalten dieses Gerätes, wie es G.E.T. bisher noch nicht erlebt hat. Es erschien zeitweise so, als würde das Parascope auf die anwesenden Personen reagieren, so z.B. wenn diese sich bewegten. Dann wieder zeigte es den bekannteren Ablauf, manchmal im Anschluss an das extrem agitierte Leuchten, manchmal viel später, manchmal gar nicht mehr. Experimente vor Ort lassen zwar tatschlich vermuten, dass das Gerät zeitweise auf die anwesenden Menschen reagierte, doch war das Verhalten absolut unstet. Während es hin und wieder manipulierbar war, zeigte es sich in weiteren Versuchen völlig unbeeindruckt. Die Reaktion auf menschliche Bewegung erfolgte zudem manchmal zeitverzögert und immer spiegelverkehrt. Das Wohnzimmer hatte einen Laminatfußboden, es gab einen Teppich, der aber nicht mit dem Tisch auf dem das Gerät stand, in Berührung kam. Auch reagierte das Parascope unabhängig davon, ob der Manipulator zuvor auf diesem Teppich gestanden hatte oder nicht. Ein Batteriewechsel brachte keine Veränderung; die Wechsel zwischen „anormalem“ und „gewohntem“ Verhalten erfolgten willkürlich. Das ebenfalls auf dem Tisch liegende K2 reagierte teilweise zeitgleich mit dem Parascope. Während des ersten regulären Sit-ins zeigte sich das Parascope zunächst in gewohnter Weise, um dann erneut das atypische Verhalten zu präsentieren, just im Anschluss an die erste „Sitzung“. So kam es allen Anwesenden recht schnell so vor, als wolle die vermutete Präsenz spielen oder das Team gar zum Narren halten, indem sie sich während der „ernsten“ Phasen zurückhielt und aktiv wurde, sobald sich die Stimmung etwas lockerte.

Während des zweiten Sit-ins reagierte das Parascope wieder auf Aufforderung. Innerhalb relativ kurzer Zeit schloss sich ein weiteres Gerät an: Der in der Küche vor einer Vorratstür platzierte REM-Pod (jene Tür, von der vermutlich das eingangs von der Klientin aufgezeichnete dreimalige Klopfen ausgegangen war) begann nun ebenfalls in immer kürzer werdenden Abständen zu reagieren. Sowohl Parascope als auch REM-Pod folgten im weiteren Verlauf den Anweisungen der Teammitglieder bzw. es kam sogar eine kurze Kommunikation zwischen Sonja und dem (Auslöser des) REM-Pod zustande (siehe Video). Zeitgleich empfanden einige Teammitglieder und die Klientin eine starke Kälte. Peps und Sonja spürten beide eine Emotion wie Schadenfreude, bzw. als ob sich jemand im Hintergrund über die Anwesenden lustig machen will. Die Klientin, die auf einer Ecke des Sofas saß, berichtete, dass sie das Gefühl hatte, etwas würde sie vom Sofa ziehen wollen. Auch das K2 schlug wieder bis in den gelben Bereich aus. Der REM-Pod verlagerte sich darauf, sich nur noch unregelmäßig zu melden. Ein Austausch REM-Pod Küche mit REM-Pod Schlafzimmer führte dazu, dass fortan beide Geräte komplett schwiegen. Marisa empfing im Wohnzimmer den Namen „Kurt“ und fragte die Klientin, ob sie eine Person dieses Namens kenne. Sarah verneinte zunächst, teilte dem Team aber am nächsten Tag mit, dass der Großvater des Vaters ihres Kindes so hieß, der verstorben sei. Der Bewegungsmelder im Kinderzimmer ging einmal an, während sich Sunny und Sonja dort befanden, sich aber nicht bewegten.

Der folgende Einsatz der Spiritbox (Sunny Hörer, Sonja Fragesteller) erbrachte vor allem, dass es im Kinderzimmer überhaupt keinen Empfang gab. Der Wechsel ins Schlafzimmer brachte ein paar Sätze hervor, die einhergehen könnten mit den Fragen: „Kontakt“ – „ich seh dich“ – „einer“ auf Sonjas Frage, wie viele Personen in der Wohnung zu Zeiten der mutmaßlichen Präsenz gelebt hätten. Micha und Amir versuchten ebenfalls über die Spiritbox Kontakt aufzunehmen (Amir Hörer, Micha Fragesteller); es kam aber zu keiner sinnvollen Kommunikation. Alle weiblichen Teammitglieder und die Klientin begaben sich hernach ein letztes Mal ins Schlafzimmer; es kam zu einem erneuten Parascope-Ereignis: Das Gerät verhielt sich einmal auf Aufforderung, dann wieder reagierte es, als sich jemand bewegte, um schließlich ein zweites Mal exakt auf die gleiche Weise wie zuvor zu leuchten. Anschließend wirkte es, als würde sich die Situation deutlich entspannen, zumal die Präsenz gebeten wurde, die Klientin und ihre Familie von nun an in Ruhe zu lassen. Im Gegenzug würde das Team nun die Aufnahmen auswerten und bei Bedarf selbstverständlich wieder kommen. Da es zu keinen weiteren Auffälligkeiten, weder technischer Natur, noch was Empfindungen etc. anging, kam, endete die Untersuchung gegen ein Uhr morgens

Ergebnisse:

* Obwohl die diffusen Ausschläge des Parascopes nicht abschließend geklärt sind, reagierte das Gerät sehr wohl auch auf Aufforderung (siehe Video)

* Der Rem-Pod in der Küche schlug mehrfach aus und es kam zu einer kurzen Kommunikation

* EVP mit Rem-Pod und anschließendem Knacken aus der Küche

* Kinect-Sequenz mit ungeklärter Anomalie (siehe unten)

Kinect:

Das Team hat versucht insbesondere durch Rücksprache mit befreundeten Ermittlern und Teams, die schon länger mit der Kinect agieren, alle möglichen Erklärungen auszuschließen. Es hat zum fraglichen Zeitpunkt nachweislich niemand mit einer Taschenlampe oder einer ähnlichen Lichtquelle in den Spiegel oder in den Raum geleuchtet. Ein Insekt kann schon wegen der Größe des Objekts ausgeschlossen werden. Bisher ist auch nicht bekannt, dass die Kinect Staubpartikel aufzeichnet. Für weitere Lösungsvorschläge ist das Team natürlich offen, zumal dies der erste Einsatz und damit auch die erste Erfahrung mit der Kinect gewesen ist.

Abschließend kann gesagt werden, dass es in der Wohnung der Klientin durchaus zu Ereignissen kam, die das Team vermuten lassen, dass dort zeitweise paranormale Phänomene auftreten. Diese Phänomene scheinen allerdings keine Bedrohung darzustellen und werden von der Klientin laut eigener Aussage auch nicht so empfunden.

Wir danken unserer Klientin Sarah, die uns bereits am nächsten Morgen die Rückmeldung gab, dass sich die Atmosphäre in ihrer Wohnung verändert habe. Vielen Dank für die Möglichkeit, deine Wohnung zu untersuchen – bei allen Fragen, Wünschen und falls erneut Phänomene auftreten, sind wir natürlich gerne für dich da.