Maginot Linie (2022) F

Elsass 25.06.2022 Maginot Linie

Der zur Maginot Linie gehörende Berg besteht aus sieben Blockhäusern (Bunkern) und einer Artilleriekasematte; die Blockhäuser entstanden fast zeitgleich ab 1933 und waren 1935 einsatzbereit. Unmittelbar vor dem Waffenstillstand-Beschluss am 22. Juni 1940 kam es auf und um den Berg zu mehreren Kampfhandlungen, bei denen ein eigenmächtig durchgeführter Angriff der Deutschen gegen die Bunkergruppe scheiterte und im Verlauf je nach Quellenlage mindestens einen Toten und viele Verletzte forderte.

Die Teams trafen gegen 15 Uhr am PU-Ort in Frankreich ein. Zum Schutz des Ortes wird auf eine genaue Namensnennung verzichtet. Gemeinsam wurde das sehr weitläufige und teils schwierig begehbare Terrain erkundet. Insgesamt würden im Laufe des Tages und der Nacht über 10 km zurückgelegt und rund 200 Höhenmeter in kurzer Distanz überwunden werden. Mehr als acht Stunden waren die Teams unterwegs, natürlich mit vergleichsweise leichtem Gepäck. Anwesend waren Sonja und Micha vom Ghosthunter Explorer-Team, PE Chris, Erik Wulfsson , Anja und Daniel vom Ghosthunter Team Bayern und als Gast Jan von Hidden Voices.

Nachdem die Örtlichkeit mit den für die Untersuchung in Frage kommenden fünf von sieben Blockhäusern und der Artilleriekasematte erkundet worden war, wurde die PU rückwärts laufend gestartet, also beginnend an der Kasematte. Am ehemaligen Standort der Artillerie im Inneren der Kasematte befanden sich Anja und Daniel sowie Chris. Chris hörte ein deutliches „Hey!“ aus der Ecke, in der Daniel stand – allerdings hatte der nicht gesprochen. Auch im oberen Bereich, außerhalb der Kasematte und in Nähe des Schützengrabens und eines Unterstands, wurde eine Stimme „live“ gehört, allerdings ohne, dass etwas verstanden worden wäre. Während sich außen für Erik, Jan und Sonja der hintere Bereich dieses Areals als besonders anziehend herausstellte – allerdings ohne, dass es zu weiteren Vorfällen vor Ort gekommen wäre – , nahm Anja unten in der Kasematte rechts neben sich eine Präsenz wahr, die durch Chris‘ Dowsing Rods gewissermaßen bestätigt wurde. Daniels Kamera-Akku entlud sich zudem schlagartig.

Weiter ging es zu einem der Blockhäuser, das hier der Einfachheit halber eine andere (falsche) Nummerierung erhält: Bunker 1. Hier ermittelten Anja, Sonja und Jan im Inneren des Bunkers, während der Rest der Teams den nicht zugänglichen in Sichtweite liegenden Bunker 2 unter die Lupe nahm.

An Bunker 1 kam es zu mehreren Vorfällen: Über eine Maglite-Taschenlampe konnte kurzzeitig eine Kommunikation aufgebaut werden. Dabei stellte sich heraus, dass der Antwortgeber im 19. Jahrhundert gelebt haben wollte und die Bunker als solche gar nicht kannte. Sein Land sei von einem König regiert worden. Jans portable Kinect nahm in der gleichen Richtung kurzzeitig eine Anomalie auf, die in der Folgezeit trotz identischer Perspektive nicht wieder erschien. Besonders eindrücklich war ein Vorfall im rückwärtigen Bunkerteil, als nämlich sowohl Anjas Kamera als auch Jans Aufnahmegerät plötzlich von ihrem Ablageort in einer Schießscharte herunterfielen, obwohl Anja einen guten Meter von den Geräten entfernt stand.

Während Micha, Daniel, Chris und Erik an Bunker 2 nichts Außergewöhnliches hatten feststellen können, änderte sich das nach dem „Bunkertausch“ auch für sie. In Bunker 1 zeigte Chris‘ Thermometer in Michas Richtung ein Kältefeld an, zeitlich zog Micha etwas am „Schlafittchen“ seiner Weste. Die Dowsing Rods zeigten ebenfalls ablehnend auf Michas Standort an der Tür. Nach dem Triggern durch eine Audiodatei, das an jedem Standort wieder neu durchgeführt wurde, ertönte in diesem Fall außerdem ein dumpfes Klopfen. Es ertönten auch weitere undefinierbare Geräusche, die sich für den Hörenden als jeweils aus der anderen Richtung kommend präsentierten. Erik hörte über sein Live-EVP-Audiogerät eine Art „Gebabbel“.

Währenddessen befanden sich Anja, Sonja und Jan auf dem Dach des Bunkers 2. Aus der Spiritbox kamen Verlautbarungen wie „Wir sind im Wald“, „herab“, der Name „Lennart“ und das Wort „Weltkrieg“. Bemerkenswert ist auch, dass zweimal „Rotkäppchen“ aus der Spiritbox von Anja gehört wurde; auf dem Weg zu den Bunkern war dieses Märchen Thema gewesen. Jan saß auf der kleinen

Kuppel des Bunkers, die plötzlich sehr eindrucksvoll heftig vibrierte; für Jan fühlte es sich an, als würde sich der ganze Bunker einen Zentimeter senken. Anja und Sonja nahmen das nicht wahr.

Kurz vor dem Abmarsch zum tiefer liegenden Bunker 3 hörten fast alle Stimmen, die von mehreren Personen stammen mussten – es war aber niemand ausfindig zu machen.

In Bunker 3 befanden sich zunächst alle gemeinsam, mit Ausnahme von Sonja. Anja und Chris hörten vor Ort ein Geräusch, das sich entweder wie ein Schleifen oder wie ein metallisches Geräusch anhörte.

Aufgrund der Enge des Bauwerks entschieden sich Micha, Erik, Daniel und Sonja dann, schon einmal den Abstieg zu Bunker 4 zu beginnen und dort die Untersuchung fortzusetzen. Bei den im Bunker 3 Verbliebenen kam es zu einer Kommunikation via Dowsing Rods, die zunächst eine sehr ablehnende -Wesenheit anzeigten, was sich aber im Verlauf besserte. Interessant ist, dass das 19. Jahrhundert erneut eine Rolle spielte. Der Antwortgeber gab an, zwischen 1830 und 1840 im Alter von über 30 Jahren gestorben zu sein an einer Lungenkrankheit. Eher zaghaft erfolgte die Bestätigung, dass es sich um einen Jäger gehandelt habe und an der Stelle des Bunkers damals eine Hütte gestanden habe. Eine Verbindung zur Wesenheit in Bunker 1 wurde abgelehnt.

In Bunker 4 hatte die Untersuchung kaum begonnen, als sie auch schon wieder endete: Eine Fledermaus machte aufgrund der Enge des Bauwerks eine Fortführung unmöglich. Wer schon immer einmal wissen wollte, wovor Ghosthunter wirklich weglaufen, der kann dies spätestens in den diesjährigen Outtakes sehen…

Bald trafen auch die zunächst in Bunker 3 Verbliebenen wieder ein. Der ursprüngliche Plan als letzten Standort Bunker 5 zu untersuchen, wurde angesichts eines aufziehenden Gewitters verworfen.

Ergebnisse

Bunker 3: EVP „General“

Bunker 3: Geräusch nach Aufforderung

Bunker 1: EVP „Daniel“ evtl. auch „Camille“ (Lt. Camille Foll war mit Lt. Perre David Kommandant auf dem Biesenberg)

Bunker 1: EVP als Antwort auf die Frage, „Müssen Sie diese Tür bewachen?“, unverständlich

Artilleriestellung: EVP Lachen

Vielen Dank an Erik und Chris, Anja und Daniel von den GHTB und Jan von Hidden Voices. Wir waren ein großartiges Team, das diese auch physisch sehr anstrengende PU vorbildlich meisterte. Es war uns ein Vergnügen!