Privathaushalt im Raum Zollernalbkreis

Privathaushalt Raum Zollernalbkreis 23.05.2021
 
Aufgrund einer dringenden privaten Anfrage hat sich das Ghosthunter Explorer-Team entschlossen, die eigentlich angedachte Untersuchung einer Außenlocation zu verschieben und sich stattdessen auf den Weg auf die Schwäbische Alb gemacht.
Die Klientin, die unter einem sehr hohen Leidensdruck steht, berichtete im Vorfeld vor allem von akustischen Spukphänomenen, die sie mit einer Schlaf-App auch aufzeichnen konnte. Auf den dem Team vorliegenden Audioaufnahmen sind erhebliche Geräuschentwicklungen zu hören: Das Öffnen und Schließen eines Schrankes, Schritte und ein Fallgeräusch eines sehr schweren Gegenstandes beispielsweise. Für diese Geräusche, die allesamt nachts gegen drei Uhr auftraten, gab es keine rationale Erklärung und es konnte auch kein Schaden o.ä. festgestellt werden. Desweiteren wurden von ihr auch Stimmanomalien aufgezeichnet. Die Klientin ist von den auftretenden Phänomenen derartig verunsichert worden, dass sie nicht mehr in ihrer Wohnung übernachten möchte und auch tagsüber Angst hat, sie zu betreten. Neben den Spukphänomenen sei es auch zu gesundheitlichen Auffälligkeiten gekommen; so sei sie in dem vergangenen halben Jahr (sie hatte die Wohnung erst Anfang 2021 überhaupt bezogen) bereits mehrfach krank gewesen. Auch habe sich ein Hund sehr auffällig in der Wohnung verhalten und Angstanzeichen an bestimmten Stellen gezeigt. Die genannten Anomalien seien aber erst in den letzten 14 Tagen so extrem aufgetreten, dass sie praktisch die Flucht angetreten habe.
    
Die vermutlich um die Jahrtausendwende im Dachgeschoss eines Mehrparteienhauses ausgebaute 60 m²-Wohnung liegt in einem gepflegten Wohngebiet. Wie unsere Klientin berichtete, gab es auch bei den vorangegangenen Mietern in dieser Wohnung erhebliche Probleme, die jeweils nach einem halben Jahr zum Aufzug geführt hätten. Vielleicht war dies der Grund, dass die Mietwohnung letztlich kurz bevor die Klientin einzog als Eigentumswohnung verkauft worden ist; der jetzige Vermieter der Klientin hat die Wohnung erst zwei Wochen bevor sie einzog erworben und hatte laut eigener Aussage wohl keine Kenntnis von der Mieterfluktuation im Vorfeld.
Nach den für die beängstigenden Vorfällen in der Wohnung suchte die Klientin den Kontakt zu anderen Mietern des Mehrparteienhauses und stieß dabei auch auf die Vormieterin, die im selben Haus von der betroffenen Dachgeschosswohnung ins Erdgeschoss gezogen war. Sie bestätigte der Klientin, dass etwas mit der Wohnung „nicht stimme“ und berichtete von mehreren Vorfällen; beispielsweise habe sich ein Ball selbständig bewegt und sie habe eine weiße Gestalt im Flurbereich gesehen. Die Vorfälle seien letztlich der Grund für Ihren Umzug ins Erdgeschoss gewesen; seitdem gab es bei ihr keine Auffälligkeiten mehr. Es soll noch einen weiteren Mieter in dem Mehrparteienhaus geben, der zuvor in der Dachwohnung lebte und sie ebenfalls nach einem halben Jahr verlassen habe, dieser sei aber nicht bereit gewesen von seinen Erfahrungen zu berichten.
Die sehr schöne Wohnung hat in allen Bereichen großzügigen Lichteinfall, mit Ausnahme des Schlafzimmers. Dort gibt es nur ein Dachfenster und das Bett befindet sich in einer eher dunklen Ecke. An das Schlafzimmer angrenzend ist ein bisher unsanierter und ungedämmter Dachbodenbereich, der über die der Klientinnenwohnung gegenüberliegenden Tür zugänglich ist und von der Klientin als Speicherort genutzt werden darf. Wie sie zufällig erfuhr, sei der Schlüssel für dieses Türschloss in diesen Bereich auch passend für ihr Schlafzimmer. Der Dachboden wird von ihr nur sehr partiell benutzt, es befinden sich allerdings zahlreiche Gegenstände/Hinterlassenschaften ungeklärten Ursprungs dort, zum Beispiel eine ausgediente Tiefkühltruge, zwei Plastikstühle auf einer alten Matratze, Bücher, Schallplatten etc. Eine dort liegende Tageszeitung stammt aus dem Jahr 2000.
Der Dachboden ist nicht isoliert und entsprechend hellhörig. Die Klientin vermutet einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den vorrangig in ihrem Schlafzimmer und im Flur auftretenden Phänomenen und dem ungenutzten Dachboden, da ihr Schlafzimmer irgendwann in den letzten Jahren in diesen Dachbodenbereich hineingebaut worden sei; als sie einzog, fehlte auch eine Dämmung zu diesem Zimmer komplett, sodass der Vermieter „nachrüsten“ musste.
Das Ghosthunter Explorer-Team traf am frühen Abend planmäßig an der Wohnung ein. Bei der Klientin war ihr Vater, der auch für die Dauer der Untersuchung mit ihr gemeinsam in der Wohnung blieb und sich ebenfalls mit ihr teilweise auch beteiligte. Die Klientin führte durch die Wohnung, die aus einem Wohn-Küchenbereich, einem Duschbad, Flur und dem Schlafzimmer besteht. Die meisten Aktivitäten, erläuterte sie, träten im Schlafzimmer und im Flur auf, sodass sie – bevor sie die Wohnung nachts ganz verließ – mit der Matratze im Wohnzimmer geschlafen habe, so sei auch „der Fluchtweg zur Wohnungstür kürzer“. Das Team war sich schnell über den Technikaufbau einig:
Dachboden:
- Kinect (wurde dann später ins Schlafzimmer umgezogen)
- IR-Kamera, von Ecke links zur hinteren Schlafzimmerwand filmend
- DVR-Cam, vom hinteren linken Bereich diagonal nach vorne filmend
- Audiogerät
- Bewegungsmelder (2)
- Rem-Pod 1
Schlafzimmer
- HD-Kamera vom Kleiderschrank Richtung Tür filmend
- IR-Kamera aus der rechten Ecke Richtung Kleiderschrank filmend
- Bewegungsmelder rechts neben dem Schrank
Flur
- DVR-Kamera vom Badezimmer Richtung Garderobe filmend
- Bei Garderobe platzierter Ball auf einem Becher
- Bewegungsmelder neben dem Ball
Wohnzimmer
- Rem-Pod 2
- H2-Audiogerät
Mobile Geräte
- Full Spectrum-Kamera
- Infrarotkameras
- Touch Panel
- Parascope
Noch im Vorlauf der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Wohnung extrem verstrahlt ist. Im Bereich Flur und Schlafzimmer sowie im unisolierten Dachbereich herrschen Werte von mindestens 15 Milligauß (Messung mit K2 und EMF-Meter). Damit ist die Klientin einer ständigen Strahlung ausgesetzt, die vermutlich von schlecht oder gar nicht isolierten Stromkabeln etc. herrührt. Auf dem Hausdach laufen zudem Starkstrom- und Normalstromkabel von anderen Häusern zusammen. Das Bett steht in einem Strahlungsfeld von konstant 15 mg. Einen recht guten Überblick über diese Problematik gibt es beispielsweise auf dieser Webseite: https://www.elektrosensibel-ehs.de/abschirmung-niederfrequenz/.
Im Ghosthunting wird vielfach angenommen, dass elektrische Strahlung (Mobilfunkantennen, EMF, etc.) mindestens mitauslösend sein kann für paranormale Phänomene. Dass beständige Strahlung zu gesundheitlichen Problemen führen kann, ist inzwischen in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden.
Deutlich wurde die schlechte Isolierung auch bei folgender Auffälligkeit: Jedesmal, wenn auf dem Dachboden das Licht (1 normale Lampe, 1 Neonröhre im hinteren Bereich) ausgeschaltet wurde (und vereinzelt auch beim Einschalten) reagierte der auf dem Fußboden platzierte Rem-Pod, sogar ein Bewegungsmelder (!) schaltete sich teilweise zeitgleich ein. Der Rem-Pod wurde in das Treppenhaus und schließlich in den Flur der Wohnung verlagert – nur im hinteren Wohnungsflurbereich (Richtung Wohnzimmer) reagierte er schließlich nicht mehr bei Betätigung des Lichtschalters. Auch der kurzzeitig zu Versuchszwecken dazugestellte zweite Rem-Pod wies diese Verhaltensauffälligkeit auf.
Um 19.30 Uhr war der Aufbau beendet und wenig später begann die erste Untersuchung, in dem unisolierten Dachbodenbereich. Das Parascope reagierte insgesamt drei Mal. Keine weiteren Auffälligkeiten.
Während einer anschließenden Pause ging der Bewegungsmelder im Flur aus unbekannter Ursache an.
Anschließend teilte sich das Team auf; Sonja setzte sich auf das Bett im Schlafzimmer, Micha befand sich auf dem Dachboden und Sunny im Wohnbereich. Sonja hatte schon kurz nachdem sie sich gesetzt hatte, das Gefühl einer Art Kribbeln in den Fingerspitzen und dann in der kompletten rechten Hand- und Armregion und fühlte, wie sich der Arm ohne bewusste Anstrengung zu bewegen begann. Dabei zog es sie nach vorne bzw. rechts unten, Richtung Kleiderschrank. Diese Einwirkung beendete sie schließlich durch ein klares „Stopp“; sie konnte aber nicht festmachen, ob es sich dabei tatsächlich um eine Präsenz handelte oder um ein Phänomen, das durch die Elektrostrahlung ausgelöst wurde.
Nach einem Wechsel (Sonja Dachboden, Sunny Schlafzimmer, Micha Wohnzimmer) meldete sich bei Micha das Parascope, auf dem Dachboden und im Schlafzimmer blieb es ruhig.
Es begaben sich alle ins Wohnzimmer; dort kam es wiederum bei Sonja zu einem erneuten Kontakt; dieses Mal schien sie nach links unten gezogen werden, Richtung Flur. Im gleichen Verlauf meldete sich der Rem-Pod und der Bewegungsmelder im Flur ging zweimal an.
Sonja setzt sich noch einmal ins Schlafzimmer, Micha filmte sie dieses Mal. Sunny war im Dachbodenbereich zur selben Zeit. Sonja spürte erneut eine Energieform in der rechten Hand, die sich nach oben/hinten zu spreizen schien. Sie musste erneut abbrechen.
Bei einem Wechsel gingen jetzt Micha und die Klientin ins Schlafzimmer. Es kam zu einer Auffälligkeit mit der inzwischen dort in Richtung Bett installierten Kinect.
Sunny und Sonja waren in der Zwischenzeit in den Wohnbereich gegangen, dort hörte Sunny über Kopfhörer die Spiritus Ghost Box-App; sie vermeldete die Wörter „Energie“ und „weit“. Zudem meldete sich einmalig das Parascope im Flur.
Als wiederum alle im Wohnbereich waren, kam es zu einem auffälligen Geräusch im Schlafzimmer; der Rem-Pod auf dem Dachboden meldete sich und ebenfalls das Parascope.
Erneuter Wechsel brachte keine neuen Erkenntnisse, lediglich das Parascope meldete sich noch ein weiteres Mal. Die Untersuchung endete schließlich gegen zwei Uhr morgens; der Umstand, dass die Teammitglieder ja alle auch noch nach Hause fahren mussten (weitester Weg 2,5 Stunden), machte eine längere Untersuchung unmöglich. Das Team vereinbarte mit der Klientin, bei Bedarf auch noch vor der Auswertung nochmals eine Kamera zur Verfügung zu stellen, die die Wohnung nachts (insbesondere in dem Zeitraum ab 3 Uhr morgens) dann filmen würde.
Dokumentation
 
Ergebnisse:
- EVP: weibliche Stimme im Schlafzimmer, die nicht zugeordnet werden konnte
- EVP: männliche Stimme („Hallo“?)
- EVP: weibliche Stimme auf dem Dachboden („Wir kommen“?, sehr leise)
- EVP: weibliche Stimme im Schlafzimmer (unverständlich)
- EVP: Stimme im Essbereich („sicher“?)
- EVP: weitere Stimme im Essbereich (unverständlich)
- EVP: weibliche junge Stimme im Essbereich („hinten“?)
- Zwei weitere nicht sicher definierbare EVPs auf Fragestellung der Klientin
- Schattenbewegung (Fullspektrum-Cam)
- Geräusch aus dem Schlafzimmer (bei der Auswertung als Geräusch als ob ein Buch zunächst geschoben wird und dann umfällt; es waren keine sichtbaren Bücher vorhanden), fast zeitgleich Bewegungsmelder im Flur und Rem-Pod auf dem Dachboden
Es kam zu weiteren Rem-Pod-Ausschlägen, von denen zweimal kein offensichtlicher Zusammenhang mit einer Elektrostörung zu erkennen war. Aufgrund allerdings der erhöhten Strahlung in der Wohnung werden die Ausschläge von Rem-Pod und Parascope mit der entsprechenden Vorsicht betrachtet.
Wir danken unserer Klientin für die freundliche Aufnahme und Bewirtung und bleiben selbstverständlich weiterhin in Kontakt mit ihr zur weiteren Absprache.