Privathaushalt Nähe Eigeltingen

 

Privathaushalt Nähe Eigeltingen, 18.03.2016

 

Vor gut zwei Wochen hatten wir Andy und Jessy das erste Mal besucht, nachdem sie uns kontaktiert hatten wegen zahlreicher Vorkommnisse in ihrem Haus. Sie berichteten bei unserem Besuch von schlagenden Türen, Klopf- und Rutschgeräuschen auf dem Dachboden, Orbs und ähnlichen visuellen Wahrnehmungen und Schattensichtungen. Bei ihren selbst angestellten Untersuchungen – Andy war im Begriff ein eigenes Ghosthunter-Team zu gründen – stellten sie viele Orbs auf den Bildern fest sowie eine Anzahl ähnlicher Erscheinungen, die allerdings auch Trugwahrnehmungen aus dem Bereich der Paradolie sein könnten. Es kam auch zu deutlich schwerwiegenderen psychosomatischen Beschwerden, so Schwindel, Unwohlsein und Schlafstörungen. Der dreijährige Sohn weigerte sich, in seinem liebevoll eingerichteten Kinderzimmer zu schlafen, da es dort „ein Monster“ gäbe.

Nachdem wir dort gewesen waren, stand für uns schnell fest, dass wir die Untersuchung durchführen würden. So trafen wir am Freitag gegen zwanzig Uhr am Haus ein. Nachdem wir sehr herzlich willkommen geheißen worden waren und unser Equipment ausgeladen hatten, wurden wir nochmals durch das Haus geführt. Es handelt sich um ein altes Bauernhaus, das im Erdgeschoss aus Bad, Küche und Wohnzimmer besteht. Im ersten Geschoss befinden sich zwei Schlafzimmer sowie eine Tür, die auf den Dachboden führt. Dieser Dachboden ist mit Gerümpel größtenteils verstellt, weist aber als Besonderheit an einer Seite einen Durchgang zum Dachboden des nebenan liegenden Hauses auf. Hier war erst kurz zuvor beobachtet worden, dass sich eine Leiter, die an der hinteren Wand stand, plötzlich weiter vorne gegen einen Tisch lehnte. Vorhergehend hatte Jessy ein Geräusch gehört, als ob ein schweres Möbelstück über den Holzboden geschoben werden würde. Der Tisch, an dem die Leiter dann lehnte, hatte seine Position aber nicht verändert.

 

Nur einen Tag vor unserer Untersuchung hatte Jessy außerdem in ihrem Schlafzimmer, in dem sie mit den zwei Kindern schlief, einen Schatten in der Nähe der Tür gesehen. Für uns war relativ schnell klar, dass die Untersuchungen im oberen Teil des Hauses ihren Schwerpunkt finden würden. Grundsätzlich festzuhalten ist, dass, bedingt durch das Alter des Objektes, Wände und Fußböden äußerst unregelmäßig waren. Es war bekannt, dass sich Mäuse in den Fachwerkwänden aufhielten, doch konnten die Klienten sehr gut zwischen den „natürlichen“ Geräuschen und vielleicht paranormalen Begebenheiten unterscheiden. Direkt an das Haus angrenzend befindet sich ein großer landwirtschaftlicher Betrieb mit zahlreichen Kühen, die entsprechenden Lärm verursachen. Außerdem gab es bereits viele Fliegen.

Gegen 20:30 Uhr begann Micha mit dem Interview des Klienten.

Sonja platzierte bereits zu diesem Zeitpunkt einen Voice Recorder im Flur des ersten Obergeschosses. Ein K2 wurde auf dem Esstisch bereitgelegt. Um 22:00 Uhr war der Aufbau beendet:

 

1.       Movetest Küche

 

2.       Cam im Wohnzimmer, Richtung Essbereich/Küche

 

3.       Cam im Kinderzimmer Richtung Bett und Spielecke, fluoreszierender Ball auf dem Bettgestell

 

4.       Cam im Schlafzimmer Richtung Tür, im selben Zimmer Movetest II,  ein fluoreszierender Ball und ein Bewegungsmelder in einer Nische neben dem Bett

 

5.       Diktiergeräte wechselnd im Einsatz

 

Nach dem Ende des Vorgesprächs um 22:30 Uhr startete das erste Sit-in im Wohnzimmer. Dabei meldete Jessy, ein Poltern oben gehört zu haben. Peps berichtete, dass ihre Ohren und Nase schmerzen würden. Jessy wurde schließlich so übel, dass sie aufstehen musste. Zudem fühlte sich ihre linke Hand taub an. Temperaturschwankungen von fast 1,5°C traten auf und zu einem Zeitpunkt ertönte ein Klacken aus dem Flur. Das Sit-in wurde als aktive Sitzung um 22:54 Uhr beendet. Technische Messungen im Flurbereich während der Untersuchung blieben ergebnislos bzw. nicht erwähnenswert.

Es folgte ein Sit-in im oberen Flur. Peps und Jessy berichteten von Schwindel, Kopfschmerzen, Herzstechen und Atemnot. Peps hörte außerdem eine Stimme weiblicher Natur, die während alle durcheinander sprachen, etwas in den Raum hinein sagte. Es trat eine plötzliche Kälte auf, die sehr intensiv war und Peps vermeldete gegen Ende, dass sie nasse Hände habe. Um 23:29 Uhr endete die Sitzung.

 

Es folgten Selbsttests:

Micha hörte dabei im Schlafzimmer ein undefinierbares Geräusch. Eine Überraschung gab es als Micha nach Beendigung der Selbsttests sein Diktiergerät anhob und dabei eine cremeähnliche Substanz feststellte. Es gab keinen Hinweis, wie diese Substanz an das Gerät gekommen sein könnte.

Peps wurde beim Betreten des Kinderzimmers um 24:00 Uhr von starkem Schwindel erfasst und hörte aus der Spielecke ein „zartes“ Geräusch.

 

Peps und Sonja waren danach im Schlafzimmer.

Gegen ein Uhr begab sich Sonja nochmals mit den Klienten Andy und Jessy in das Schlafzimmer. Dabei kam es zu mehreren Aktivitäten durch zwei mitgeführte K2s. Die Geräte schlugen teilweise auf Anfrage bis in den orangenen Bereich (15mg) aus. Es kann aber zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht ausgeschlossen werden, dass selbst in diesem hinteren Bereich des Zimmers Funkwellen die K2s gestört haben könnten.

Ein von den Klienten initiierter Movetest mit Löffeln, die zu diesem Zweck in Zeitungspapier eingeschlagen wurden, fiel ebenfalls negativ aus. Zuvor hatten Andy und Jessy mit diesem überlieferten Test bereits Erfolge erzielt: zwei Löffel hatten sich nach einer gewissen Zeit aus dem Zeitungspapier gelöst. Auch über ein Kartenspiel erfolgte keine Kommunikation; hier hatten sich nach Aussage der Klienten das erste Mal Karten in dem Spiel umgedreht.

Um 01:30 Uhr war die Untersuchung beendet. Die Movestests wiesen keine Besonderheiten auf. Gegen 01:45 Uhr verabschiedeten wir uns von den Klienten, denen wir auf diesem Wege nochmals danken möchten für die Möglichkeit, in ihrem Haus ermitteln zu dürfen.

 

Nachtrag: Wie unser Klient Andy zwei Tage später berichtete, habe sich die Situation im Haus deutlich gebessert.


 

Ergebnisauswertung

Die Fotos zeigten keine Auffälligkeiten. Auch die Videoaufnahmen konnten die Klientenbeschreibungen nicht unterstützen. Es gab visuell keine Auffälligkeiten/Anomalien oder Ähnliches.

 

Bei den EVPs hingegen konnten vier Aufnahmen als auffällig extrahiert werden. Hier eine Übersicht (Timecodes zum Hören in der Videodokumentation in Klammern):

 

1.       EVP während des Vorgesprächs mit den Klienten (Timecode Dokumentation 21:26Min)

2.       EVP während der ersten aktiven Sitzung im Wohnzimmer unten (Timecode Dokumenation 9:18Min)

3.       und 4. EVP im Schlafzimmer (Timcode Dokumentation 17:38Min.; 18:02Min.).

An dieser Stelle wird bewusst auf eine Deutung dieser EVPs verzichtet. Wir freuen uns über Kommentare und angeregte Diskussionen, die vielleicht zur Aufklärung beitragen können.

Dokumentation:

Fazit

Insgesamt konnten die Erlebnisse der Klienten nicht bestätigt werden. Es ist natürlich wie immer festzuhalten, dass eine Untersuchung nur eine Momentaufnahme ist und sein kann und deshalb in keiner Weise unterstellt, dass sich die Klienten die paranormalen Vorfälle nur eingebildet haben.

Abschließend können wir lediglich sagen, dass wir zum Zeitpunkt unserer Untersuchung vereinzelte interessante Ergebnisse im Bereich der Audioaufzeichnung hatten, die einer weiteren Klärung bedürfen, jedoch aufgrund der Hellhörigkeit des Hauses mit Vorsicht zu betrachten sind.

 

Wir danken unseren Klienten für das entgegengebrachte Vertrauen.