Schloss Malberg

Schloss Malberg

in der Kyllburger Waldeifel

 

Paranormale Untersuchung am 16.05.2015

 

 

An diesem Wochenende bekamen wir die Gelegenheit, zuerst den Privathaushalt in Moers zu untersuchen und am darauffolgenden Tag das Schloss Malberg. Als wohl älteste Burganlage ließ Kaiser Friedrich II. das im Jahre 1204 genannte Castrum abbrechen. Sein Verbot , die Burg wieder aufzubauen, wurde allerdings nicht befolgt und so wurde die Burg 1224 wieder erwähnt. Die imposante und teilweise schon liebevoll restaurierte Anlage ging im Laufe der Zeit durch viele Hände, bis Sie schlussendlich in den Besitz der Familie Schmitz-Malberg gelangte. Bis zum Jahre 1985 beherbergte die Schlossanlage einige Jahrzehnte eine Pension, die von allerlei Prominenz besucht wurde. Bis 1990 blieb das Anwesen im Besitz der Familie Schmitz-Malberg, bis die Verbandsgemeinde Bitburger Land die Besitztümer übernahm. Mit 96 Jahren bewohnt die letzte Besitzerin des Schlosses noch eine kleine Wohnung in der Unterburg des Anwesens.

 

Auch in diesem Schloss wurde uns soviel Vertrauen entgegengebracht, dass wir ohne Begleitung das gesamte Anwesen untersuchen durften. Dafür dürfen wir uns auf diesem Wege noch einmal  recht herzlich Bedanken. Gegen 16 Uhr kamen wir an der Unterburg an und erwarteten den Einlass durch das Burgtor, dass einen gepflasterten Weg zu den Hauptgebäuden des Anwesens verbarg. Endlich oben angekommen begrüßte uns der Schlossverwalter Herr Weis, um uns das gesamte Schloss zu zeigen. Wir standen auf dem riesigen Schlosshof und betrachteten die umliegenden Gebäude. Es gab ein teilweise restauriertes Hauptgebäude, einen Stallbereich, sowie ein zweites, sanierungsbedürftiges Gebäude, das jedoch nur im untersten Geschoss betreten werden durfte. Die oberen Stockwerke bargen ein viel zu großes Verletzungsrisiko und durften in der Dunkelheit nicht betreten werden. Natürlich ließen wir uns auch die Katakomben und den eisernen Garten des Anwesens zeigen, bevor wir unser weiteres Vorgehen beratschlagten. Hier dürfen wir noch kurz erwähnen, dass uns die ganze Zeit ein Kamerateam von REGIO-TV begleitete. Auch hier nochmals ein Dankeschön an David und Eike, für den reibungslosen und störungsfreien Untersuchungsablauf.

 

Nach der sehr ausführlichen und interessanten Führung durch das Anwesen war uns schnell klar wo die Hauptuntersuchungsakzente gesetzt werden sollten. Die Katakomben, der große Saal, sowie der Küchenbereich im Erdgeschoss. Die komplette 2. Etage und ein kleiner Bereich des sanierungsbedürftigen Nebengebäudes wurden dafür verkabelt und für die anstehenden Untersuchungen vorbereitet. Sieben Nightshotcams incl. Zusatzbeleuchtung, zwei Movetest`s,

ein Laserpointer, eine Wildkamera, der Ovilus, der Talker 2, die Thermcam, zwei Temperaturmesser, diverse Kleingeräte sowie die Spiegelreflex sollten hier zum Einsatz kommen. Das Zeitfenster von zwei Stunden das wir uns selber für den Aufbau des Equipments auferlegt hatten, konnten wir dieses mal getrost außer acht lassen. Nachdem also der Schlossverwalter und seine Begleitung das Anwesen verlassen hatten , blieb das Team GET und das Kamerateam von REGIO-TV auf dem Schlosshof zurück. Die Katakomben waren dann schlussendlich unser erstes Ziel und so machten wir uns auf den Weg zur ersten paranormalen Untersuchung in dieser Nacht.

Den ersten Sit-In begannen wir um 22.19 Uhr bei konstanten 12,5°C. Micha klagte gleich zu beginn über leichtes Schwindelgefühl, ansonsten gab es hier in den Katakomben keinerlei Anomalien. Wir beendeten diesen Sit-In um 22.23 Uhr und gingen direkt in die Aktivuntersuchung über. Um 22.24 Uhr begannen wir mit der obligatorischen Namensvorstellung jedes Einzelnen, bevor wir mit der Fragestellung begannen. Die gemessenen Temperatur war um 1,5°C gesunken als Micha einen permanenten K2 Ausschlag von 2,5mG dokumentierte. Andy fühlte sich sichtlich unwohl und sprach über ein Kribbeln, das ihn überkam. Alle im Einsatz befindlichen Geräte, in Andy`s Nähe blieben aber ruhig und zeigten keinerlei Reaktionen. Als Steffi kurz darauf bemerkte: „In der Ferne redet doch jemand!“, bestätigte dies auch Claudi. Diese hatte auch Stimmen vernommen, die eventuell aus der umliegenden Nachbarschaft stammen könnten. „Sollten wir, die hier Anwesenden, nicht höflichkeitshalber in der sie Form anreden!“, bemerkte Andy und stellte seine erste Frage in den Katakomben. Franz machte denn Ovilus startklar, als auch der Kameramann Eike erneut Schritte vernahm und dies auch dokumentierte. Claudi beschloss mit Andy im Schlepptau den Außenbereich der Katakomben zu sichten. Doch von einer Person, von der die vernommen Schritte stammen konnten, fehlte jede Spur. Gerade als Claudi und Andy wieder zum Team gestoßen waren, klagte Peps über ein glühendes Gefühl am rechten Ohr. Als würde das Ohr brennen. Die sofort eingeleitete Temperaturmessung ergab eine doch recht erstaunliche Messung. Das linke Ohr hatte eine momentane Grundtemperatur von 21,7°C und das rechte Ohr erstaunliche 31,7°C. „ Es tut richtig weh!“ wurde von Peps dokumentiert. Auch auf den Kameraaufzeichnungen war das rotglühende Ohr von Peps gut zu erkennen. Doch auch hier blieben die anderen Messgeräte stumm. Gegen Ende der Aktiv hörte Claudi ein erneutes mal Schritte und vernahm Stimmen aus einem der oberen Stockwerke. Um diesem nachzugehen verließen wir die Katakomben um 22.43 Uhr und machten uns auf den Weg zu dem sanierungsbedürftigen Nebengebäude, auf der anderen Seite des Schlosshofes.

 

Als erstes untersuchten wir den Movetest, der hier positioniert wurde und wechselten die Batterien des Laserpointers. Auch die Spiegelreflex und die Wildkamera wurden überprüft. Um 22.48 Uhr starteten wir den zweiten Sit-In an diesem Abend. Da es an allen Ecken und Enden in diesem Gebäude zog, kamen Temperaturmessungen hier nicht zum Einsatz. Claudi dokumentierte kurz nach Beendigung des Sit-In, dann noch die Anwesenheit einer Männlichen Person, bevor wir in die Aktivuntersuchung übergingen. 22.53 Uhr zeigte die Uhr an, als Micha nach der Anzahl der hier anwesenden fragte. „Drei.... außer uns, sind noch drei andere hier“, antwortete Claudi. In diesem Moment zeigte ihr Gaussmaster einen kurzzeitigen Vollausschlag an, der sich nur einige Sekunden später wiederholen sollte. Claudi stand im Eingangsbereich zu einem der Nebenräume im Erdgeschoss dieses Gebäudes. Als Steffi dann über ein leichtes Pochen in ihrer rechten Schläfe berichtete, konnten wir einen weiteren Ausschlag des Gaussmasters in Claudi`s Hand verzeichnen. Wissentlich hielten wir uns dann etwas zurück und Claudi versuchte in Gedanken einige Fragen zu stellen, auf diese sie auch unverzüglich über den Ausschlag ihres Gaussmasters Reaktionen bekam.

Auch Peps bemerkte etwas merkwürdiges auf ihrem Tablet, das visuell auf ihre Sprachaufzeichnungen aufmerksam machen sollte. Als sich Andy dann Claudi näherte verstummte der Gaussmaster plötzlich und auf weiter Fragestellungen kamen keinerlei Reaktionen mehr. Steffi dokumentierte gegen Ende der Aktivuntersuchung noch ein weiteres mal ein Pochen in Ihrer Schläfe. Doch als auch sie den alten Küchenbereich des Nebengebäudes verlassen hatte waren diese Schmerzen, von einer Sekunde auf die andere, verschwunden.

Nun wollten wir im Hauptgebäude agieren und nahmen uns das sogenannte Trauzimmer im Erdgeschoss vor. Zwischen 23.22 Uhr und 23.26 Uhr führten wir den Sit-in durch. Bei konstanten 16,1 °C– 16,3°C wurden keinerlei Messungen dokumentiert, die auf paranormale Aktivitäten hinweisen könnten. Auf gut Deutsch: „Es war herrlich ruhig und angenehm warm!!“ Nach dem wir nun wieder alle Grundmesswerte erfasst hatten begannen wir umgehend mit der nächsten Aktivuntersuchung um 23.26 Uhr. Wir verteilten uns im gesamten Raum und bezogen die Spiritbox in die Untersuchung ein. Doch es blieb alles ruhig und es gab keinerlei Reaktionen auf unsere Fragestellungen. Kurze Zeit später vernahmen wir alle ein poltern, dass sich jedoch schnell als ein Geräusch des Kameramannes herausstellen sollte. Also beschlossen wir die Aktiv im Erdgeschoss um 23.36 Uhr zu beenden und wechselten alle in den 1.Stock des Hauptgebäudes.

Im sogenannten Klavierzimmer, diesen Namen gaben wir diesem Raum, da dort ein Flügel stand und dieser Raum zu Konzertveranstaltungen genutzt wurde, begannen wir den Sit-In um 23.43 Uhr. Beim betreten des Raumes überprüfte Steffi den Movetest. Bei diesem viel ihr gleich auf, dass der positionierte Ball wo anderst lag. Ein Vergleichsfoto, welches sie nach Abschluss des Aufbaus gemacht hatte, zeigte die eindeutig. Leider hat die Überwachungskamera die Bewegung des Balles nicht klar aufgenommen, so dass wir nicht feststellen konnten ob es sich hier um ein Paranormales Phänomen handelt oder Rationale Einflüsse den Ball bewegt haben.

Nach nur drei Minuten beschlossen wir hier nun direkt in die Aktivuntersuchung zu wechseln. Während des Sit-In´s gab es keinerlei emotionale Eindrücke und Hinweise für die Anwesenheit dritter. So starteten wir um 23.46 Uhr die nächste Aktivbefragung. Steffi dokumentierte als erste 10mG auf ihrem K2, während Andy fragte, ob einer der hier Anwesenden musikalisch veranlagt sei.

Doch alle anderen Messgeräte verzeichneten keinerlei Reaktionen. Ob das nur Zufall gewesen sein sollte? Peps versuchte sich als nächste mit der Frage nach einem Namen: „Heißt du Moritz?“. Auf diese Frage antwortete Claudi mit dem Kommentar:“ Es kribbelt mich plötzlich am ganzen Körper.“

Die sofort eingeleiteten technischen Messungen ergaben allerdings auch dieses mal keinen Hinweis auf paranormale Phänomene. Kurz darauf beendeten wir diese Aktivbefragung mit Micha`s Frage:“ Seit ihr hier bei uns?“ und besprachen das weitere Vorgehen des Teams vor dem Hauptgebäude bis ca. 0.18 Uhr.

Hierbei kamen wir zu dem Schluss die Teams zu splitten und nun mehr auf der mentalen Ebene zu agieren. Also ohne die meisten technische Hilfsmittel die Räumlichkeiten einfach auf einen wirken zu lassen. Hierbei entschlossen sich Claudi, Peps und Franz das Kaiserzimmer im 1.Stock zu untersuchen. Nur mit einem EVP-Gerät, einem Gaussmaster und den Digitalkameras bewaffnet starten die Drei um 0.20 Uhr direkt die nächste Aktivbefragung. Auf die erste Frage von Claudi nach einem gold-braunen Mantel, bzw. Gehrock,  dokumentierte sie umgehend einen Ausschlag des Gaussmaster`s. Auf weitere Fragen von Franz und Peps gab es keinerlei Reaktionen, erst als Claudi erneut zu fragen begann, schlug der Gaussmaster aus. Sie bekamen Reaktionen auf folgende Fragen:“ Seit ihr genervt, wollt ihr nur beobachten und nicht mit uns kommunizieren?“. Nach diesen Erkenntnissen brachen Sie die Aktivbefragung ab und trafen das restliche Team um 0.32 Uhr vor dem Hauptgebäude. Nach einer weiteren kurzen Besprechung und der, aus der vorangegangenen Aktivbefragung resultierenden  Aussage von Peps:“ Die da oben wollen mit uns nicht reden!“, beschlossen wir noch zum Schluss den Küchenbereich zu untersuchen.

Im Küchenbereich gab es noch eine kleine Unterkellerung, die durch eine recht enge Treppe erkundet werden konnte. Jacky & Steffi verschwanden alsbald in der Unterkellerung und wir begannen die letzte Aktivuntersuchung gesplittet im Küchenbereich und Keller um 0.39 Uhr. Mehrere Fragen blieben ohne jegliche Reaktionen, bis auf eine. „Warum wollt ihr euch nicht über unserer Geräte bemerkbar machen?“ war die Frage von Micha, als er einen K2 Ausschlag von 3,5mG, Claudi einen leichten Ausschlag ihres Gaussmasters`s und Steffi ebenfalls einen K2 Ausschlag von sogar 10mG im Keller dokumentierten. Danach blieb wiederum alles ruhig. Ein sehr ORB lastiges Bild kam dann noch zum tragen, dessen Vergleichsbild nur ca. 2 Sekunden später fast vollkommen ORB-frei aufgenommen wurde. Nach diesen Eindrücken entschlossen wir uns, allmählich den Abbau unseres Equipments in Angriff zu nehmen. Nach einer kurzen Nachbesprechung verabschiedeten wir das Kamerateam, das noch in dieser Nacht den Heimweg antreten musste und begannen mit Abbau. Gegen 2.30 Uhr ließen wir uns von Herrn Weis das Haupttor öffnen und verabschiedeten uns, um uns auf den Weg zur Pension zu machen.

Dokumentation

Auf diesem Wege möchten wir uns noch für das grenzenlose Vertrauen bedanken, das uns durch die Schlossverwaltung Bitburger Land entgegengebrachte wurde. Wir würden uns freuen das Nebengebäude nach Beendigung der Sanierungsarbeiten ein weiteres mal komplett untersuchen zu dürfen. Mit freundlichen Grüßen das Ghosthunter-Explorer-Team.