Schloss Gaisbach

Schloss Gaisbach 23.04.2022

 

Das im Familienbesitz der Freiherren von Schauenburg befindliche Schloss Gaisbach liegt in Oberkirch. Das später neugotisch ausgebaute Schloss ist der Nachfolgewohnsitz der Burg Schauenburg, die sich im gleichen Ort befindet und heute eine eindrucksvolle Ruine ist.

       

Freiherr Ulrich von Schauenburg hat das Schloss in der Erbfolge übernommen und sorgt seit etlichen Jahren dafür, dass das wertvolle Kleinod so originalgetreu wie möglich erhalten bleibt. Er wohnt dort mit seiner Familie und hat selbst das Gefühl, dass seine Großmutter Berta von Schauenburg vielleicht noch im Schloss sein könnte. So hörte er in der Vergangenheit beispielsweise eine Art Wimmern im Treppenhaus, das für ihn aber eher so klang, als wolle seine Großmutter nur ihre Anwesenheit verkünden.

Der Untersuchungsbereich erstreckte sich über einen sehr übersichtlichen Teil des Schlosses: In den Fokus genommen wurde das sog. Berta-Zimmer (heute ein Büro), der Richtung Tür und Treppenhaus leitende Flur sowie ein Teil des Treppenhauses (Schneckenstiege), unter dem nicht unwichtigen Vorbehalt, dass dieses Treppenhaus von der Familie genutzt wird, um in die  Wohnung zu gelangen.

Der Aufbau gestaltete sich wie folgt:

Zimmer der Berta: DVR Laser Grid Truhe als Movetest Bewegungsmelder

Flur: 3 DVR-Cams (zwei sich jeweils gegenüberstehend über die Länge des Flurteils hin zu Bertas Zimmer, eine Richtung Büros auf der der Untersuchung abgewandten Seite) Shadow Tracker Kinect Rem-Pod Bewegungsmelder

      

Treppenhaus (Schneckenstiege): Full-Spectrum-Cam Audiogerät

Im mobilen Einsatz: 3 IR-Cams 1 Full-Spectrum-Cam Spiritbox inkl. Headset und H20 als Audiogerät Parascope Digitale Fotoapparate

 

Nachdem Freiherr Ulrich von Schauenburg freundlicherweise einem Interview zugestimmt hat, begann direkt im Anschluss daran der Aufbau. Bereits gegen 19 Uhr startete dann die Untersuchung, deren Ende um 23 Uhr vereinbart war.

Bei einem ersten Sit-in im Berta-Zimmer war zweimal ein dumpfes Klopfgeräusch zu hören, das allerdings weder auf Aufforderung stattfand noch reproduzierbar gewesen ist. Ein Zusammenhang mit den bewohnten Wohnungen im Gebäude oder der daran anschließenden Gastronomie kann nicht ausgeschlossen werden.

Um kurz nach 20 Uhr nahm dann Freiherr Ulrich von Schauenburg an der Untersuchung teil, was die Dynamik durchaus veränderte. Es waren deutliche Kälteeinbrüche und atmosphärische Änderungen spürbar. Es wurden zwei Tests mit der Spiritbox durchgeführt. Bei einem ersten Durchgang – alle anwesend in Bertas Zimmer – kam es lediglich zu einem interessanten Vorfall, als ein männliches, sehr akzentuiertes, bestimmtes „Guten Abend“ gehört wurde. Freiherr Ulrich von Schauenburg glaubte, dies sofort mit seinem verstorbenen Vater in Verbindung bringen zu können, der als Richter durchaus einen sehr bestimmenden Tonfall gegenüber seinen Freunden angewendet hatte und sehr Wert auf bestimmte Umgangsformen legte. Abgesehen von diesem „Guten Abend“ kamen jeweils nur französische Radiosender in den Durchlauf.

Im Verlauf dieser Session sprang auch das Parascope einmal an, es war das einzige Mal an diesem Abend, unabhängig vom Standort. Bei einer zweiten Spiritbox-Session befanden sich Micha und der Freiherr im Flur und Sonja alleine im hinteren Bereich des Berta-Zimmers. Nach zwei Minuten ungefähr glaubte Sonja erstmals Wörter zu verstehen, darunter „Lass uns“, „untendrunter“ (könnte dies eine Antwort auf eine Frage des Freiherrn nach einem verschwundenen Gegenstand sein?), „Ihr holt mich“. Sonja bekam schlecht Luft und es lag eine undefinierbare Schwere in der Luft. Auf direkte Fragen wurde allerdings nicht geantwortet.

Den Freiherr berichtete, dass er während der Spiritbox-Session Schwindel und Schweißausbrüche gehabt hätte; erst nach Ende der Session besserte sich dies. Sonja erzählte noch von der Schwere und einer starken Traurigkeit, die sie empfunden hatte und der Freiherr meinte, dies spreche für seine Großmutter.

Gegen 22 Uhr erfolgte der Abbau der Technik.

Dokumentation

 

 

Ergebnisse:

• Ungeklärtes, langgezogenes Geräusch im Treppenhaus, das an ein Hundebellen anschließt. Micha und Sonja waren zu der Zeit im Berta-Zimmer. Das Geräusch tauchte nur einmalig auf, obwohl besagter Hund durchaus öfter bellte.

• Vermutete EVP auf Ulrich von Schauenburgs Frage: „Erinnerst du dich, dass ich an der Terassentür gerüttelt habe und du mich reingelassen hast?“ – „Aber sicher doch“.

• Eine EVP „Helft“ führt zu kontroversen: Micha und Sunny, die bei der Auswertung geholfen hat, stufen sie als EVP ein, Sonja hält sie für eine Radiofrequenz.

• EVP Mechthild/Mayday…

• EVP beim Aufbau, unverständlich

• EVP „Guten Abend“

• EVP „Lass uns“ und in der gleichen Sekunde „Angst“

• EVP „Es tut weh“

• EVP „Du hast…“

• EVP „Ich kann dich… hören“ (zwei unterschiedliche Stimmlagen)

• EVP auf die Frage „und hat dieser Raum eine Bedeutung für Sie?“ (Bezug auf den Rittersaal), Antwort: „Nein.“

• EVP nach der Frage „Spürst du mich?“ durch den Freiherrn und ein „Hallo“ – beides wurde während der Spirit-Box-Session aufgezeichnet, kam jedoch nicht durch die Spirit-Box

• EVP „Hör auf“

• EVP „Ihr seht mich“ und unmittelbar danach „ihr holt mich“

Für das Team von besonderem Interesse ist dabei, dass offenbar während die Spirit-BoxAufzeichnung parallel mindestens zwei weitere EVP aufgezeichnet worden sind. Hat der zeitgleich stattfindende Kommunikationsversuch mit der Spirit-Box etwas damit zu tun? Eine Theorie ist ja, dass der Einsatz bestimmter technischer Geräte eine paranormale Interaktion vielleicht „unterstützen“ könnte. G.E.T. wird dahingehend weitere Versuche unternehmen.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Freiherr Ulrich von Schauenburg, der uns diesen einzigartigen Eintritt in seine Privatsphäre erlaubt hat und uns bei der Untersuchung zudem auf so wertvolle Weise unterstützte. Wir würden uns wünschen, dass die eine oder andere Frage vielleicht doch noch geklärt werden kann.