Schloss Blankenburrg II

Schloss Blankenburg 24.-25.11.2018

 

Der MDR hatte das Ghosthunter Explorer-Team eingeladen, dass Schloss Blankenburg (zum nunmehr zweiten Mal) für eine TV-Aufzeichnung zu untersuchen. Obwohl bereits November, kam das Team dieser Einladung gerne nach und reiste am 23.11.2018 in den bereits recht winterlichen Harz nach Blankenburg.

Am Samstagvormittag trafen das Team und die TV-Crew zum ersten Mal aufeinander. Das komplette MDR-Team war sehr nett und der weitere Ablauf konnte zügig und problemlos besprochen werden. Im Gegensatz zu den meisten bisherigen TV-Produktionen würde die Crew die ganze Nacht vor Ort sein. Angesetzt war eine Drehzeit bis ca. 3 Uhr morgens, und tatsächlich fiel die letzte Klappe nur kurz vorher. Frank Bauer begleitete die Aufnahmen und G.E.T. konnte sich schon am Vormittag davon überzeugen, dass sich auf dem Schloss einiges getan hatte. Zur Erinnerung: Das Schloss, dessen Ursprung vielleicht schon im 8. Jahrhundert liegt, war nach einer Enteignung 14 Jahre im Leerstand gewesen, was einen erheblichen Teil des Welfenschlosses ruiniert hatte. In den letzten Jahren war es dem Verein zur Rettung von Schloss Blankenburg e.V. unter großem Einsatz gelungen, die historische Bausubstanz in nahezu allen Bereichen zu sichern und zu erhalten. Erst im August 2018 war das marode Dach des Ostflügels abschließend erneuert worden. Noch allerdings sind große Teile des Schlosses renovierungsbedürftig, ein immerwährender Kampf gegen den viel zu schnell einsetzenden Verfall, natürlich verbunden mit horrenden Kosten, die nur zu einem sehr geringen Teil vom Staat getragen werden. Die Arbeiten am Schloss können z.B. hier verfolgt werden: www.rettung-schloss-blankenburg.de

Gegen 18 Uhr begannen die Dreharbeiten und wenig später auch die PU. Folgende Geräte waren im Einsatz:

 

K2 (insgesamt 3 Geräte)

DVR-System (3 Kameras)

div. Digi-Cams

div. Infrarot-Cams

Parascope

Movetest 

Klangspiel

Neu dabei: 2 REM-PODs, 1 EM-Pump

Im Fokus stand das 1. Obergeschoss des Ostflügels, also der Bereich, in dem sich bei der letzten Untersuchung 2017 eine erhöhte Aktivität gezeigt hatte. Das DVR überwachte mit drei Kameras das Spinettzimmer neben der Kapelle, den Flurbereich und das Damenzimmer. Der Movetest war ebenfalls im Flur aufgebaut. Da uns jemand aus dem MDR Team berichtet hatte, dass ihn ein „Engegefühl und Beklommenheit im Brustkorb“ überkommen hatte, als er den Keller im Ostflügel besucht hatte, entschieden die Teams, dort anzufangen. Es kam allerdings zu keinen besonderen Vorkommnissen, sodass man relativ schnell ins erste Obergeschoss wechselte.

 

Hier hatte sich beim Aufbau Folgendes zugetragen: Sunny und Sonja hatten einen Bewegungsmelder auf dem Spinett platziert. Nach dem Einschalten entfernten sie sich und der Bewegungsmelder schaltete sich sehr schnell aus. Sonja flapste noch, dass dies die schnellsten 20 Sekunden ihres Lebens gewesen seien (so lange dauert es in der Regel, bis ein Bewegungsmelder sich ausschaltet). Sie drehte sich im Weggehen noch einmal um und sah, dass sich der Bewegungsmelder wieder eingeschaltet hatte. Eine sofort erfolgte Überprüfung des Gerätes ergab keine Fehlfunktion.

Ebenfalls noch vor dem Aufbau spürte Marisa beim ersten Begehen des Gebäudes (für sie war es generell der erste Besuch) im Bereich, der von den schon mal dagewesenen Gettis als „der Bereich der Dame“ oder kurz „ihr Bereich“ bezeichnet wird, Schmerzen im rechten Lungenflügel und sie bekam kaum Luft. Für sie war es ein klares Zeichen, dass hier jemand an Rauchvergiftung gestorben sein könnte. Zudem fühlte sie sich aus dem letzten Raum auf dieser Etage sehr beobachtet. Im weiteren Verlauf war ebenfalls in diesem Bereich die praktisch neue Batterie des REM-PODs plötzlich leer. Auch Kameramann Lars beobachtete eine Störung seiner Technik und fragte das Team sogar, ob vielleicht die angewandte Technik eine Art Störfeld verursachen könnte.

 

Im Jagdzimmer waren vor Ort Klopfgeräusche zu hören, die allerdings äußerst diffus blieben. Die K2 schlugen außerdem aus. Nach dem Wechsel in den Flur war kurzzeitig ein Energieaufbau spürbar und das K2 reagierte erneut, allerdings muss eine Taktung angenommen werden, da mindestens ein Gerät doch sehr regelmäßig bzw. in einem Muster ausschlug. Verwirrenderweise schlugen aber alle Geräte aus und nicht alle zeigten dabei dieses Muster. Obwohl G.E.T. den Eindruck hatte, dass die gleiche Präsenz anwesend war wie beim ersten Besuch, zeigte sich diese sehr verhalten. Micha nahm ein starkes Kribbeln wahr, als Sonja triggerte. Auch Sonja fühlte die Anwesenheit einer Präsenz. Um die Anzahl der anwesenden Personen versuchsweise zu reduzieren, wurde die Gruppe in zwei Abteilungen aufgeteilt. Sonja verblieb mit der Moderatorin Madeleine und dem Filmteam im Ostflügel; es wurde eine Interviewsequenz aufgezeichnet.

Marisa machte auf ihrem Weg ins Erdgeschoss mit eben jeder Präsenz Bekanntschaft, die schon in der Vergangenheit für einiges Aufsehen gesorgt hatte. Alle anderen befanden sich im Jagdzimmer, daher war sie irritiert, als sie plötzlich Schritte auf sich zukommen hörte. Im Bereich Treppenhaus spürte sie, wie ihr etwas entgegenrannte, und sich dann vor ihr aufbaute. Sie Schritte hörte sie zum Schluss nicht mehr, aber die Präsenz war so wuchtig, dass Marisa regelrecht zurückprallte. Leider lief zu diesem Zeitpunkt, wie so oft in solchen Situationen, keine Kamera.

 

Der vorletzte Teil der Dreharbeiten fand im ehemaligen Speisesaal statt. Das Team hatte diesen Schlossbereich am Nachmittag zum ersten Mal besucht. Es war bei dieser Gelegenheit zu Schattensichtungen gekommen, deshalb entschied sich das Team, dort ebenfalls zu untersuchen. Die eingesetzte Spiritbox schien mehrmals den Namen „Sonja“ zu sagen; es kam aber auch hier zu keiner verwertbaren Kommunikation. Fast unmittelbar meldete sich der REM-POD zweimal, reagierte jedoch nicht auf Aufforderung. Praktisch vor dem unmittelbaren Ende dieser Untersuchung kam es zu einem erneuten Vorfall, als sich plötzlich wieder der REM-POD meldete. Eine Art Kommunikation konnte wieder nicht anvisiert werden, doch als sich die Crews entfernen wollten, schaltete sich das Gerät erneut ein. Da es jeweils nicht auf Kommuniktionanimationsversuche reagierte, entschieden sich alle schließlich zum Ortswechsel.

Schließlich begaben sich alle in den Kaisersaal. Dort waren die K2 sehr auffällig, die in einem Bereich mehrfach bis ins Rote ausschlugen. Es blieb bis zum Schluss unklar, ob es sich um eine Art Taktung handelte; es war eine gewisse Regelmäßigkeit erkennbar, ohne dass diese in einem festen Rhythmus auftrat. Marisa fühlte eine starke Übelkeit und hatte das Gefühl dass etwas ihr Energie entzog. Kurz darauf meldete sich zum ersten und letzten Mal in dieser Nacht das Parascope, gerade dann, als die Teams eigentlich beabsichtigten, die Untersuchung zu beenden. Leider blieb es bei einem einmaligen Einsatz.

Die Untersuchung und die Dreharbeiten endeten um 03.00 Uhr morgens.

Insgesamt wirkte es die ganze Untersuchung über ein wenig so, als hätte es sich um eine Art Katz-und-Maus-Spiel gehandelt. Immer, wenn die Teams gerade den Raum verlassen wollten, kam es zu irgendeiner technischen Reaktion, die im weiteren Verlauf mit genauso großer Sicherheit komplett im Sande verlief. Auf Wiederholungsaufforderungen erfolgte keine Reaktion. Sobald sich die Teams erneut anschickten, den Bereich zu wechseln, kam es wieder zu einem Vorfall. Auffällig waren dieses Mal auch die K2, die eigentlich bei den letzten PUs eher ein Schattendasein gefristet hatten; sie waren auf Schloss Blankenburg besonders aktiv, insbesondere im Kaisersaal. Der Grund hierfür konnte in allen Fällen nicht abschließend ermittelt werden.

Dokumentation

 

 

Ergebnisse:


* Bereits beim Aufbau löste der Bewegunsmelder im Spinett Zimmer aus, als Sonja und Sunny den Raum bereits verlassen hatten
* Im Jagdzimmer wurden von verschiedenen technischen Hilfsmitteln (Diktiergerät, Cams) ein Klopfen auf Aufforderung analysiert
* Im Speisesaal löste der REM-Pod bei Beginn der dortigen Untersuchung aus. Auf Fragen ob eine Person im Raum namentlich genannt werden kann, kam aus der Spirit Box der Name „SONJA“
* Im Kaisersaal schlugen alle K2 gleichzeitig und in sich unterschiedlich aus. Einflüsse durch Stromkabel, Kameras o.ä. konnten noch vor Ort ausgeschlossen werden

* Beim Beenden der Untersuchung reagierte plötzlich noch das Parascope. Es wurde beobachtet dass sich die farblich leuchtenden Stäbchen von einer Tür zur gegenüberliegenden Tür bewegten (wird durch Sunny im Clip genauer erklärt)
* EVP im Kaisersaal: Wir verstehen das Wort „Hilfe“

 

Wir bedanken uns beim Verein zur Rettung von Schloss Blankenburg für die erneute Erlaubnis, dieses Schmuckstück untersuchen zu dürfen. Ein besonderer Dank gilt hierbei Frank Bauer, der nicht nur mit seinem Wissenspotential, sondern auch mit seiner herzlichen Persönlichkeit beeindruckt – es ist immer ein Vergnügen!

Vielen Dank an das Team vom MDR, hier besonders zu erwähnen Madeleine, Sandro und Lars – es war eine tolle Zusammenarbeit und wir freuen uns, dass ihr mit so viel Respekt an die Sache herangegangen seid. Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!