Residenzschloss Bad Urach

Residenzschloss Urach 28.01.2012

 

1442 teilten sich die zerstrittenen Brüder Ludwig I. und Ulrich V. die Grafschaft Württemberg auf.

Das am Rande der schwäbischen Alb gelegene Örtchen Urach wurde von Ludwig zur Residenz des südwestlichen Landesteils erhoben, wobei das Residenzschloss zum Herrschaftssitz ausgebaut wurde.

Drei Jahre später wurde der berühmteste Sohn der Stadt dort geboren, Graf Eberhard im Bart. 1474 heiratete er im Uracher Schloss die Prinzessin Barbara Gonzaga von Mantua. Eberhard gelang es 1482 das geteilte Württemberg wieder zu vereinen. Die Residenz Urach wurde aufgegeben, blieb aber Jagd- und Landsitz.

 

Weitere Geschichten:

*Herzog Ludwig (1554-1593), damals 32 Jahre alt, vermählte sich mit der gerade mal 13 Jahre alten Ursula von Veldenz ( 1572-1634).

 

*Veldenz wurde 1634 von den kroatischen Truppen, die nach der Schlacht von

Nördlingen durch Württemberg gezogen sind, gefoltert, so dass sie an den Folgen

der Folterungen gestorben ist, allerdings nicht im Schloss Urach.

 

* Herzog Ulrich misshandelte seine Ehefrau Sabina von Bayern regelmäßig, dabei brach er ihr sogar einmal den Arm.

Herzog Ulrich war es auch, der den Ehemann seiner Angebeteten, Hans von

Hutten ermordet  und aufgespießt an einem Schwert der Öffentlichkeit zur Schau gestellt haben soll.

 

Der Regierungssitz war zu dieser Zeit schon lange in Stuttgart und

somit streiften diese dramatischen Ereignisse die Geschichte vom Schloss Urach

nur am Rande.

 

Nachdem uns die oben aufgeführten Fakten genannt wurden, waren wir schon sehr gespannt was uns im Schloss Urach wohl erwarten würde.

Wir wurden äußerst herzlich begrüßt und begannen um 19.55 Uhr mit der Vorabbegehung. Das sogenannte Dürnitz im Erdgeschoss, eine spätgotische Gewölbehalle, wies Temperaturen zwischen 14,5° bis 18,8° auf. Dort sollte auch Zentrale und Sammelpunkt der Untersuchung sein.

Bei Messungen im Palmensaal wurde durchschnittlich eine Temperatur von 17,7° festgestellt, wobei auf dem Dachboden und im Keller die Werte jeweils zwischen 0° und 5,4° lagen.

 

Der Saal, in welchem die Prunkschlitten seit dem Jahre 2000 ausgestellt sind, war sehr beeindruckend.

Die Schlitten, früher bei winterlichen Festvergnügen eingesetzt und von Pferden gezogen, wurden dem Publikum auf Markt und Schlossplätzen zur Schau gestellt.

Im Raum herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit, da der Raum künstlich befeuchtet wird.

 

Im zweiten Spielzimmer, in dem auch die Trachtenkleidung ausgestellt war, bekamen alle ein sehr beklemmendes Gefühl und verließen den Raum recht schnell.

Claudi, die bis dorthin noch keinerlei außergewöhnliche Werte über den Gauss-Master feststellen konnte, protokollierte dies.

Nun übernahm Nicky die Messungen. Im ersten Stock im Flur stieg der Messwert an einer Stelle, die bei der vorherigen Messung unauffällig war, plötzlich auf 10 MikroTesla. Dies änderte sich auch nicht, als die Batterien des Gauss-Masters ausgetauscht wurden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Sowohl Stromleitungen, als auch andere Gerätschaften oder bauliche Beschaffenheiten, die die Messungen beeinträchtigen könnten, konnten bei Nachfragen nicht bestätigt werden.

 

Anschließend wurde die Aufnahme der Grundmessdaten im weißen Saal, im goldenen Saal, im sogenannten „Sterbezimmer“ auf dem Dachboden und in den Räumlichkeiten des leibeigenen Arztes abgeschlossen.

 

Steffi und Peps bauten die Versuchseinheiten im Goldenen Saal neben dem Bett und in der Mitte des Palmensaals auf. Claudi positionierte die Spiegelreflexkamera mit dem Fernauslöser im unteren Spielzimmer. Der Fokus war auf eine dort von uns aufgestellte Puppe gerichtet.

Die IR Nightshot Cams wurden von Andy und Micha im goldenen Saal und Kleiderraum aufgestellt und eingerichtet. Hierzu wurden auch 2 Diktiergeräte, welche fortan mit liefen, in die beiden Räume gelegt.

 

Die Untersuchung begann und das Team wurde gesplittet.

Nicky, Andy und Peps starteten mit einem Sit In um 22.45 Uhr im Kleiderraum. Nicky wurde ganz kurz heiß und Peps bekam schlecht Luft. Im direkten Anschluss machten die drei dort eine Aktiv-Untersuchung. Hierbei stieg Andy´s Videokamera ständig aus. Die Anzeige wechselte ständig von „Akku leer“ zu „Akku voll“. Das wiederholte sich mehrere Male. Nicky meinte eine Frau wahrzunehmen, die wohl Spaß dran hatte Andy zu ärgern.

Dies wurde später auch durch eine EVP untermauert.

Um 23.07 war diese Untersuchung beendet.

 

Zur selben Zeit machen Claudi, Steffi und Micha einen Sit-in im goldenen Saal. Steffi fühlte sich vom Bett her beobachtet und Claudi berichtete einen Schatten, der sich vom Bett her auf Steffi zu bewegte, gesehen zu haben.

Nun folgte auch hier eine Aktiv-Untersuchung.  Die Temperatur fiel von 13° auf 10° ab. Sowohl Micha, als auch Claudi bemerkten unabhängig voneinander ein „Unwohlsein“ auf der Höhe des Bettes. Dieses Unwohlsein machte sich bei Micha durch Atembeschwerden und bei Claudi durch Kopf- und Rückenschmerzen bemerkbar. Micha hört ein Klopfen, Steffi´s Spiegelreflexkamera löste nicht aus. Als die Untersuchung beendet war, wurde beim Überprüfen der Versuchseinheit deutlich, dass der Ferrittest positiv ausgefallen war.

 

 

Nachdem beide Teams die ersten Untersuchungen abgeschlossen haben, tauschten wir die Räumlichkeiten um festzustellen, ob die jeweiligen Empfindungen bestätigt werden konnten.

 

Das komplette G.E.T. Team führte um 0.30 Uhr, beginnend mit dem Sit In, eine Untersuchung im großen Palmensaal durch. Hier passierte zunächst nichts Außergewöhnliches.

Bei der darauf folgenden Aktiv-Untersuchung von 0.36 Uhr bis 0.50 Uhr wurde es dann interessant. Claudi konnte gerade noch den Anfang der Untersuchung auf dem Diktiergerät dokumentieren, als der Gauss Master, welchen Nicky, die sich in der Mitte des Raumes befand, bediente, auf 5 – 6 MikroTesla ausschlug.

Auch auf Fragen von Micha reagierte dieser durch das akustische Signal, welches von allen im Raum befindlichen Personen wahrgenommen wurde.

 

Nicky spürte an ihrer rechten Hand eine Berührung und teilte dies auch mit. Steffi´s Kamera machte große Probleme beim Auslösen, was Andy mit der Videokamera festhalten konnte. Nicky äußerte sich zudem damit, dass Ihre Hand eiskalt wird. Andy kann

Temperaturschwankungen von 10,4° bis 16,5° feststellen.

 

 

Bei den Auswertungen des Materials zum Palmensaal fiel dieses Bild auf, welches wie ein Puzzleteil zu den oben genannten Erlebnissen bei der Aktiv-Untersuchung passt.

 

Die Aktiv-Untersuchung im unteren Spielzimmer brachte leider keine Ergebnisse.

 

Andy, Micha und Steffi führten abschließend noch eine Untersuchung auf dem Dachboden im sogenannten „Sterbezimmer“ durch. Es ist in alten Schriftrollen aus dem 17. Jahrhundert  nicht ersichtlich, ob dies der richtige Titel des Saals ist. Allerdings weiß man, dass die Räumlichkeiten nebenan wohl dem leibeigenen Hausarzt gehörten.  Die Messungen waren unauffällig.

Im Dachboden entstand folgendes Bild. Der Schatten im linken Fenster kann von uns nicht erklärt werden, da er von keinen der damals anwesenden Personen stammen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EVP Clip zur Untersuchung:

 

 

 

Unser Fazit:

Alles in allem war das Residenzschloss Bad Urach eine sehr spannende Untersuchung mit tollen Ergebnissen. Ob die besagte Aufnahme, welche unserer Meinung nach, sehr an Herzog Christoph von Württemberg erinnert, der sich zu Lebzeiten im Residenzschloss Bad Urach aufhielt, zutrifft, liegt wohl im Auge des Betrachters.

 Allerdings gab es bei den Auswertungen viele Hinweise dafür, dass eine Anomalie vorliegt.