Burg Hohenrechberg

Burgruine Hohenrechberg

03.09.2016

 

Die im 13. Jahrhundert erbaute Burg in direkter Nachbarschaft zum Hohenstaufen gehört zu den eindrucksvollsten Zeugnissen staufischer Burgenbaukunst. Ihre Besitzer schafften es, trotz diverser Widerstreitigkeiten, die Burg über sämtliche Kriege unversehrt in die jeweils neue Epoche zu führen. Erst ein Blitzschlag brachte am 6. Januar 1865 das Ende der Burg, die anschließend nicht wieder aufgebaut wurde.

Es blieben eindrucksvolle Ruinen von Westbau, Ostbau, Palas und dem mehrstöckigen Torhaus nebst Verliesen. Auf der Anlage befindet sich heute, selbstredend in hervorstechender Aussichtslage, eine empfehlenswerte Burggaststätte.

        

Aufgang zum Wehrgang                   Westbau

 

Torhaus mit gut erkennbarem Mannloch

              

Im Torhaus mit zwei übereinander liegenden Verliesen

Verlies

Gegen 17:00 Uhr traf das Team gemeinsam mit drei Gastermittlern – Celina, Sandra und Nico – an der Burgruine ein. Das G.E.T. hatte die Burg bereits einige Monate zuvor besucht und führte die Gastermittler über das Gelände. Gemeinsam wurde der Technikaufbau entschieden, bevor dann gegen 18:00 Uhr der tatsächliche Aufbau des Equipments begann.

Ostbau (heutiges Trauzimmer):

Movetest mit Becher, DVR überwacht

       

Sandpendel

Torhaus/Verlies:

Movetest

DVR-System

Das erste Sit-in fand im Ostbau (heutiges Trauzimmer) statt. Es kam zu einem spürbaren Energieaufbau, mehrere Anwesende berichteten von Gänsehaut und (nicht messbaren) Temperaturunterschieden. Insbesondere Peps und Celina empfanden stechende Nackenschmerzen, Schwindel und Schmerzen in der Brust, Celina klagte zudem über Übelkeit. Alex bekam Hüftschmerzen. Zwei Kameras setzten aus. Die anschließende Aktiv-Sitzung blieb außer den bereits erwähnten Empfindungen vor Ort ergebnislos.

Der Westbau war das nächste Anlaufziel des Teams. Hier kam es zu diversen Vorfällen: Schattensichtungen, starker Energieaufbau, es wurden Schritte gehört und verschiedene Teammitglieder wurden berührt. Peps beschrieb einen Schatten, der sich im Eingang gezeigt hatte, als einen Mann, der weiße hohe Strümpfe und schwarze Schuhe mit Schleife trug. Michas EMF zeigte kurzzeitig einen Ausschlag von 15 mG, nachdem die Präsenz aufgefordert worden war ihren Namen zu nennen.

 

 Der Keller unter dem Ostbau ist heute nur vom Lichthof aus erreichbar. Da sich dort zahlreiche Vögel aufhielten, erschwerte dies die Untersuchung. Relativ zügig begab sich das G.E.T. Richtung des Wehrganges.

Weiter ging es Richtung des Wehrganges. Im hinteren Bereich platzierte sich das Team um den Batterieturm. Peps stand am Treppenaufgang und berichtete von dem Gefühl, dass etwas die Treppe hochkäme, zudem bekam sie Schluckbeschwerden. Erneut wurde kurzzeitig ein EMF-Wert von 15 mG gemessen. Mehrere Teammitglieder hatten außerdem das Gefühl, dass ihnen etwas den Hals zudrückt.

Der vordere Bereich des Wehrganges, direkt über dem Tor, stellte sich als der aktivste Teil der Burg heraus. Schon während des ersten Besuchs hatten alle Teammitglieder ein beklemmendes Gefühl und auch an diesem Tag berichteten fast alle über Atembeschwerden und Gänsehaut. Während der PU wurde Micha dann das Wort „erhängen“ übermittelt. Auf Aufforderung gab es zweimal eine Reaktion durch Klopfgeräusche. Celina sah plötzlich vor ihren Augen einen regelrechten Film ablaufen: Eine ältere Person, die laut Beschreibung zuzuordnende Kleidung des 16./17. Jahrhunderts trug, erhängte sich an dem starken Mittelbalken, der sich direkt über dem Tor der Burg befindet. Gleichzeitig übermittelte dieser Mann, dass er weiterhin die Burg beschützen würde. Celina wurde von ihren Gefühlen überwältigt und brach in Tränen aus. Nachdem sich die Situation wieder beruhigt hatte und sich Sonja bereits auf der schmalen Holztreppe nach unten befand, kam es ihr plötzlich vor, als würde ihr jemand befehlen, sich umzudrehen. Dadurch bekam sie die Bestätigung für Celinas Vision – ein Mann, der mit sehr sonorer Stimme sagte: So war es.

Burg Hohenrechberg wurde in den Kriegsereignissen in die sie verwickelt war jeweils kampflos übergeben. In einem Fall war es die Frau des Burgherren, die diesen drastischen Schritt entschied. In einem zweiten Fall sind die Hintergründe nicht abschließend oder detailliert geklärt. Bekannt ist nur, dass ein Kommandant der Burg die Anlage kampflos übergeben musste. Hat dieser Mann die Schmach vielleicht nicht ertragen wollen? Hatte er deshalb den Freitod gewählt, sodass der in die Burg eintretende Feind als erstes seine Leiche sah, die unmittelbar hinter dem Tor von dem Dachbalken baumelte? Es erfordert einen erheblichen Aufwand, dies geschichtlich zu recherchieren. Selbst die ausführlichere Literatur gibt zu diesem Thema nicht viel her, sodass ein Gang in die Archive notwendig wäre.

Somit bewegen wir uns hier momentan auf der reinen Gefühlsebene. Doch war es vor Ort, als hätte dieses „Zeigen“ des damaligen Vorfalls die Situation völlig beruhigt. War es so gewesen? Ging es der Präsenz darum, anzuzeigen, dass er die Burg nicht einfach übergeben hatte wollen?

Das EMF zeigte kurzzeitig einen Wert von 10 mG, es kam außerdem innerhalb dieser Ereignisse zu messbaren Temparaturabfällen von bis zu 3°C.

Im Verlies nahm Alex zwei Personen wahr, die sich als Wächter oder Protokollführer beschrieb. Es kam davon abgesehen zu keinen weiteren Auffälligkeiten mehr. Kurz wurde noch einmal der Geruch nach Salz wahrgenommen; nachmittags hatte Sandra von einem stark eisenartigem Geruch gesprochen. Außerdem war Peps hier unsanft gestupst worden.

Micha und Nico begaben sich nach Abschluss der Untersuchung des Verlieses noch in den Burggraben, während sich der Rest des Teams noch einmal in das Trauzimmer setzte. Im Burggraben hatten beide das Gefühl, beobachtet zu werden.

Micha stieg anschließend noch einmal zu einem Selbsttest hinauf auf den Wehrgang und forderte die Präsenz auf, sich bei ihm erneut bemerkbar zu machen. Tatsächlich nahm er kurz darauf einen Schatten wahr, der sich ihm in den Weg zu stellen schien. Nico konnte diese Sichtung allerdings nicht bestätigen.

Im Trauzimmer kam es zunächst scheinbar zu keinerlei Vorfällen mehr, es schien, als wären die zuvor wahrgenommenen Energien einfach verschwunden.

Dokumentation:

Ergebnisse:

*Im Trauzimmer ertönte ein Klopfen (Audioaufzeichnung).

*Auf dem Wehrgang (vorderer Teil) ertönte ebenfalls ein Klopfen, zudem wurde in dem Turm ein „Orb“ fotografiert.

*Während des Sit-ins wurde erneut ein Klopfen aufgezeichnet.

*Nachdem Peps sagte, dass sie ihre Energie zur Verfügung stellen würde, damit das Klopfen intensiviert werden kann, ertönt ein zweimaliges, deutliches Klopfen als sich das Team im vorderen Bereich des Wehrganges befindet (dort, wo Celina nur wenig später das Bild von einer sich suizidierenden Person wahrgenommen hat).

*Im Gefängnisturm zeichnete das DVR-System für uns nicht erklärbare Lichtphänomene auf, die zu einem Zeitpunkt entstanden, an dem definitiv niemand vom Team in der Nähe des Turmes war. Es blieb bei diesem einmaligen Auftreten dieses Phänomens.

*Ein „Orb“, der an einen keltischen Knoten erinnert, wurde auf dem Zugang zum Keller unter dem Ostgebäude aufgenommen.

*Der Bewegungsmelder im Trauzimmer schaltete sich während des letzten Aufenthaltes des Teams ein, ohne dass sich jemand in der Nähe befunden hätte.

 

Das Ghosthunter-Explorer-Team bedankt sich beim Eigentümer der Burgruine Hohenrechberg für die Erlaubnis, diese Untersuchung durchzuführen. Besonderer Dank gilt auch dem Team der Burgschenke.

Celina, Sandra und Nico – herzlichen Dank für die tatkräftige und sehr wertvolle Unterstützung.